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Bäderkultur im Ultental

Die Ultner Lammwochen


Ausgedehnte, sonnige Wiesen und Weiden in teils steiler Hanglage, durchzogen von fröhlich sprudelnden Bächen und umgeben von schattigen Hainen – das langgezogene Ultental, das von Lana aus in die unvergleichliche Bergwelt des Stilfser Joch Nationalparks abzweigt, bietet ideale Bedingungen für die Schafzucht.
Und so ist Ulten seit geraumer Zeit nicht nur für seine hochwertigen Produkte aus Schafwolle und Filz bekannt, sondern auch für seine feinen Fleischgerichte. Der eigens gegründete Ultner Schafzuchtverein kümmert sich um die artgerechte Haltung der Herden in einer intakten, ursprünglichen Naturlandschaft und in der lokalen Metzgerei von Egon Gruber wird das zarte, wohlschmeckende Fleisch der Schafe und Lämmer rasch und unter Einhaltung strengster Reinheitskriterien weiterverarbeitet. Von Mitte September bis Anfang Oktober dreht sich dann in den Dörfern und Gastbetrieben des Tales alles um das Schaf. Die Festwochen, die 2016 bereits zum 18. Mal stattfinden, beginnen Mitte September allerorts mit dem Schafabtrieb. Wanderungen, Kurse, offene Werkstätten, Hofbesichtigungen und Ausstellungen runden das Programm ab. Sieben Gastbetriebe vom Restaurant Weisses Rössl in St. Pankraz bis hinauf zur 2.036 m hoch gelegenen Fiechtalm servieren während der Ultner Lammwochen raffiniert-köstliche Lammgerichte. Probieren Sie es aus.

 

Waalwege in Südtirol


Einige der schönsten Spazier- und Wanderwege verdankt das westliche Südtirol seinem Klima. Mild und niederschlagsarm ist das Wetter im Vinschgau und dem Meraner Land einerseits ideal für den Anbau von Obstkulturen, andererseits ist aber eben aufgrund der Trockenheit ein gut funktionierendes Bewässerungssystem vonnöten. Und so wurde zwischen Taufers im Münstertal und Meran bereits vor dem 12. Jahrhundert ein ausgedehntes Netz an Bewässerungskanälen, Waale genannt, errichtet, dass Quell- oder Bergwasser, teils über sehr weite Strecken oder große Höhenunterschiede zu den Feldern und Obstplantagen brachte.
Einige dieser alten Waale existieren bis heute. Die Wege entlang dieser Waale, die einst von den Waalern zur Pflege der wasserführenden Kanäle benötigt wurden, haben sich heute zu beliebten Spazierwegen gemausert. Und wenn die ersten Schneeglöckchen ihre Blütenköpfe öffnen und ein milder Wind aus dem Süden den letzten Winterhauch vertreibt, dann ist  im Vinschgau und im Meraner Land auf den meist ebenen Waalwegen Hochsaison für Genusswanderer.
Zwischen 1,5 und 12 Kilometer lang sind viele der einstigen Instandhaltungspfade auch für einen gemütlichen Ausflug mit Kindern geeignet. Einkehrmöglichkeiten und Ruhepunkte sorgen für Genuss beim Wandern.
Nur wenige Waalwege, wie der Schnalswaalweg von Alt Ratheis zum Schloss Juval, weisen schwierige Passagen auf. Und weil die Waalwege zumeist eher im Bereich der Talsohle verlaufen, sind viele von ihnen auch fast das ganze Jahr begehbar.
Ob auf dem Latschanderwaal mit seiner funktionstüchtigen Waalschelle, Südtirols längstem Waalweg, dem Marlinger Waal, auf dem Algunder Waalweg, dem Brandiswaal bei Lana oder den weniger bekannten Waalwegen wie dem Locherer Waal im Ultental und dem Steinhauser Waal in St. Martin im Passeier – Sie haben die Wahl, denn Südtirols westliche Ferienregionen, der Vinschgau und das Meraner Land, bieten Wanderern entlang eines aussichtsreiches Waalwegenetz die perfekte Kombination aus Aktivität und Genuss.