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Seen in Südtirol

Wunderlich still, einsam und sagenumwoben oder stürmisch und voller Leben, die Seen in Südtirol sind so vielfältig wie das Land selbst. Vom Brennersee direkt auf dem Brennerpass bis hinunter zum Biotop Fennberger See oberhalb von Kurtatsch im Süden Südtirols, vom Pragser Wildsee in den Sextner Dolomiten bis zum Reschensee aus dem die Spitze des Kirchturms der kleinen Ortschaft Alt-Graun ragt, die hier in den 1950er Jahren versank, hat jeder See seinen ganz eigenen Reiz. Moosgrün, strahlend blau oder kristallklar liegen sie, behütet von schneebedeckten Gipfeln in fernen Höhen oder umgeben von lichten Wäldern tief unten in den Tälern. Ob zum Schlittschuhlaufen, Angeln, Baden, Surfen, Segeln oder Kraft schöpfen aus wohltuender Stille – Südtirols Seen üben eine nahezu magische Anziehungskraft auf Einheimische und Gäste gleichermaßen aus. Nicht umsonst ranken sich zahlreiche Mythen, Sagen und Legenden um die Südtiroler Seen. So ist im Karersee bei Welschnofen eine Nixe beheimatet, der Lec Sant auf der Aschgler Alm über St. Christina in Gröden entstand der Sage nach durch die Entweihung einer Kapelle und der See auf der Fanes Alm soll seine grüne Farbe einem Zauberspiegel verdanken. Doch nicht nur in der Sagenwelt spielen die Südtiroler Seen eine bedeutende Rolle, sie sind auch beliebte Wanderziele. Die 30 Hektar umfassende Spronser Seenplatte in der Texelgruppe beispielsweise ist wie geschaffen für eine Bergwanderung. Die 10 Gletscherseen, deren Größter, der Langsee, in 2.377 Meter Höhe liegt, sind von der Bergstation der Seilbahn Hochmuth, die von Dorf Tirol zu den Muthöfen hinauf führt, in knapp 3 Stunden erreichbar. Am Kalterer See in Südtirols Süden sind nicht nur der Wein und die Spaziergänger zu Hause, auch Wassersportler finden hier gute Bedingungen vor. Zum Baden laden auch die Montiggler Seen in der Gemeinde Eppan, der Völser Weiher im Seiser Alm Gebiet und der kleine Fennberger See ein.

 

Zwischen Schneegipfeln und Palmen – Frühling in Meran


Im Skigebiet Meran 2000 wedeln die Skifahrer auf bestens präparierten Pisten dem nächsten Hüttenzauber entgegen, die Gipfel der Texelgruppe grüßen schneeweiß verhüllt ins Tal hinab und die nächste Wanderung zu den Mutköpfen ist noch Zukunftsmusik. Doch weiter unten, hier im Meraner Talkessel streckt der Frühling, lang vor dem Ende der Skisaison, seine Fühler aus, verhilft den Promenaden der Kurstadt zu neuen Farben und lockt die ersten Wanderer zum Frühlingsspaziergang auf die Waalwege.
Wenn sich in Südtirol mediterraner Charme und alpine Gastlichkeit die Hand reichen, dann ist die Kurstadt Meran im Frühling dafür wohl das beste Beispiel. Überdacht von Palmwedeln recken Frühblüher ihre Blüten der Sonne entgegen, in den Cafés entlang der Sommerpromenade ist es Zeit für den ersten Cappuccino im Freien und wer Lust hat, den Winter zu verabschieden, der ist in wenigen Minuten von Meran aus in einem der fünf nahegelegenen Skigebiete der Ortler Skiarena.
Das Besondere am Meraner Frühling ist, das er im wahrsten Sinne des Wortes ein Früh-ling ist. Schon im Januar erreicht das Thermometer zumeist Plusgrade. Die Texelgruppe schirmt die Kurstadt Meran gegen kalte Nord- und Nordwest-Strömungen ab, während aus dem Süden, das Etschtal hinauf, milde Winde herauf ziehen, die für angenehme Temperaturen sorgen. Ein ganz besonderer Tipp für den Frühling ist auch ein Spaziergang auf den Spuren der Kaiserin Sissi über den Sissiweg vom Stadtzentrum Meran zum Schloss Trauttmansdorff, dessen botanische Gärten mit ihren 80 Gartenlandschaften aus aller Welt ab dem 25. März 2016 wieder zu einer Reise durch eine wahres Blütenmeer einladen.