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Südtiroler Markenspeck

Südtiroler Markenspeck
Südtiroler Markenspeck

Von all den Produkten, die mit dem Südtiroler Qualitätszeichen versehen ihre Reise um die Welt antreten, ist der Speck wohl eines der bekanntesten. Doch bevor die mild-würzige Räucherspezialität zur Brettl-Marende gereicht werden kann, braucht es viel Fachkenntnis,
Sorgfalt und Geduld, benötigt der Speck doch gut 22 Wochen Reifezeit, bis er sich über das Gütesiegel Regionales Südtiroler Qualitätsprodukt freuen darf. Doch das ist bei weitem nicht alles. Um die Bezeichnung Südtiroler Markenspeck tragen zu dürfen, müssen Fleisch und Hersteller strenge Auflagen erfüllen, denn nur aus hochwertigen Rohstoffen kann ein Produkt entstehen, dass diese Bezeichnung verdient. Von der Auswahl der Schweineschlegel, über den Zuschnitt der entbeinten Hamme bis hin zur Räuchertemperatur gibt es detaillierte Vorschriften für jeden einzelnen Produktionsschritt.
Regelmäßige Kontrollen garantieren die Qualität, das in der Region über Jahrzehnte ausgereifte Herstellungsverfahren sorgt für den unverwechselbaren Geschmack. Dabei gilt die Devise wenig Salz – lediglich bis zu 5% Salzgehalt nach Abschluss der 3-wöchigen Pökelung sind erlaubt -, wenig Temperatur, wenig Rauch und viel frische Luft. Nach dem Pökeln, für das jeder Hersteller lang gehegte und gut gehütete Gewürzmischungen verwendet, wird die Hamme abwechselnd bei bis zu maximal 20°C geräuchert und dann wieder getrocknet. Ein langwieriges Verfahren, durch das die feine Würze des Specks entsteht. Die Reife erfolgt dann zumeist hängend in gut durchlüfteten Räumen und kann gut und gerne fast ein halbes Jahr dauern. So viel Zeit und Aufwand steckt in einer Hamme Südtiroler Speck, wen wundert es da, dass auch dieser Südtiroler Spezialität ein eigenes Fest, das Speckfest im Villnöss, gewidmet ist, bei dem alljährlich im Oktober die Specküberraschung kreiert und allerlei Wissenswertes rund um den Speck präsentiert wird. Natürlich ist das Speckfest auch die ideale Gelegenheit, um all die leckeren Gerichte mit Speck, die eine zünftige Südtiroler Speisekarte zieren, kennenzulernen. Neben dem Südtiroler Markenspeck wird in  Südtirol auch Bauernspeck produziert, der sich vom klassischen Speck vor allem dadurch unterscheidet, dass die Tiere, die das Fleisch für den Bauernspeck liefern in Südtirol gehalten und geschlachtet worden sind und dass – ganz im Sinne der traditionellen Bauernwirtschaft – alle Teile des Schweins verarbeitet werden. Der Speck, der so ebenfalls unter strengen Kontrollen in Südtirol hergestellt wird, zeichnet sich im Vergleich zum Markenspeck durch einen höheren Fettanteil aus.

Südtiroler Edelkastanien

Herbstzeit ist Erntezeit. Das gilt auch für eine bei Jung und Alt beliebte Baumfrucht aus Südtirols Mischwäldern, die vor allem in den Mittelgebirgen des Eisacktals und an den Hängen rund um Tisens, Völlan und Lana zu Hause ist.
Die Rede ist von den Maroni, den Esskastanien, deren nahrhafte Wirkung bereits seit dem Mittelalter bezeugt ist. Essentielle Aminosäuren, Kohlenhydrate, Kalium, sowie die Vitamine B2 und B3 machten die Nussfrucht in der Vergangenheit zu einem wichtigen Energielieferanten.
Einst als Mehlersatz zum Brotbacken verwendet, sind die Keschtn heute unverzichtbarer Begleiter eines beliebten Südtiroler Brauches, des Törggelens. Doch nicht nur geröstet sind die Südtiroler Maroni ein Genuss. Ihre Vielseitigkeit macht sie auch in den Südtiroler Küchen und Backstuben zu einem gern gesehenen Gast.
Da sind zum einen die süßen Kastanienherzen und all die Süßspeisen, die sich aus dem Kastanienmuss zaubern lassen, wie zum Beispiel der Kastanienschmarrn oder die Knödel mit Kastanienfüllung.
Zum anderen eignen sich die Keschtn auch gut als Beilage und Verfeinerung herzhafter Gerichte. Wie wäre es zum Beispiel einmal mit einer Südtiroler Kastaniensuppe oder Kastanienbandnudeln mit Wildragout? Überhaupt harmoniert der Geschmack der Esskastanie gut mit Wildgerichten und Geflügel. Probieren Sie es aus.
Maroni beim Rsten in der Maronipfanne ber offenem Feuer

Südtiroler Weinwoche

Zu Tisch im Naturhotel Rogen in Südtirol
Zu Tisch im Naturhotel Rogen in Südtirol

Im aktuellen Prospekt des Naturhotel Rogen in Südtirol  lesen wir: „Alles dreht sich um den Wein im Naturhotel – denn er schmeckt nicht nur, sondern macht auch schön“. Nun denn, das wären schon mal zwei Gründe um öfters eine spezielle Weinwoche mit verschiedenen Verkostungen herzhafter Weine und edler Destillate zu veranstalten.

Was uns in diesem Zusammenhang wichtig erscheint, ist der Umstand, dass das Eisacktal in puncto Wein gar keine bescheidenen Ambitionen zu haben braucht. Im Gegenteil: Das Eisacktal ist ein wahres Paradies für Genießendes edlen Rebensaftes. Das nördlichste Weinanbaugebiet Italiens ist vor allem wegen seiner charaktervollen Weißweine bekannt geworden. Hier kommt es zu den der Traube guttuendem Wechselspiel zwischen warmen Tagen, kühlen Nächten, wenig regen, relativ viel Wind. Auf den kargen Steilhängen links und rechts des Eisacks gibt es zudem die für das Wachstum idealen Urgesteinsböden mit Glimmerschiefer und Quarzphyllit.
Die Namen der im Eisacktal wachsenden Weine, welche sich durch ihrem eleganten Körper, ihrem fruchtigen subtilen Aroma und der mineralischen Note auszeichnen und dafür laufend internationale Auszeichnungen holen, sind in der internationalen Szene keine unbekannten: Kerner, Sylvaner, Müller Thurgau, Gewürztraminer, Veltliner und Riesling – aber es sind eben die Eisacktaler Weißweine.
Was wir neben den idealen Anbauvoraussetzungen und dem hervorragendem Klima nicht hinten anstellen wollen, ist die Kreativität der Eisacktaler Winzer. Diese sind sehr experimentierfreudig und setzen Qualität vor Quantität als ihr oberstes Credo. Die einst arg belächelten Biobauern, wie Christian Kerschbaumer vom Garliderhof in Feldthurns, Josef Unterfrauner vom Zöhlhof bei Brixen oder Norbert Kerschbaumer vom Radoarhof in Feldthurns werden heute bewundert.
Auch das Kloster Neustift und ihre Stiftskellerei – eine der angesehensten Weinproduzenten im Eisacktal, begann bereits im Jahre 2010 einen Weißwein ohne Zusatz von Schwefel zu kreieren.

Es ist einfach viel los um den Wein, im Eisacktal, um es bescheiden auszudrücken. Und so hat man es sich im Naturhotel Rogen in Südtirol  neben einem entsprechend gediegenem Weinangebot, welche die große Vielfalt Südtirols repräsentiert , zur Aufgabe gemacht,  einmal im Jahr, eine ganze Woche, dem Wein  besondere Zuwendung zu schenken.
Die Weinwoche im Naturhotel Rogen, war auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Die Gastgeber Monika und Ewald Rogen freuen sich über das jährlich wachsende Interesse für das Thema Wein.

Vom Naturhotel Rogen stammen auch die Bilder in diesem Beitrag, welche uns ein klein wenig Einblick in das wunderbare Weinbaugebiet des Eisacktals schenken.

 

Im Südtiroler Valsertal

Bilder aus Südtirol: sie gehören selbstverständlich zu diesem Blog. Wenn es sich noch dazu um eine besondere Sammlung handelt, dann interessiert uns das umso mehr. Die kleine Pension in Südtirol, „Der Wiesenhof“ in Vals, das liegt nahe bei Brixen, am Eingang ins Pustertal, hat eine solche Sammlung mit dem Namen „Ein Valser  Sommer“auf

Weisse Wochen Ritten 2017

Am Ritten in Südtirol, da lässt es sich im Winter wunderbar Skifahren. Besonders Familien mit Kindern fühlen sich dort wohl, ob der leichten bis mittelschweren Abfahrten.
Zudem gibt es eine traumhafte Rodelbahn,  jede Menge Möglichkeiten zum Wandern mit Schuh und Schneeschuh und zum Langlaufen. Das Berghotel zum Zirm, das einzige Hotel am Ritten, welches direkt an der Talstation der Kabinenbahn zum Rittner Horn liegt, bietet in den Weissen Wochen 2017, in der Zeit vom 7.01. bis 19.03.2017, 1 Woche bereits ab € 400 an, inklusive der Halbpension.
In diesem Video darf man sich etwas Vorfreude sammeln – denn am Ritten ist die Landschaft auch im Winter ein Traum!

Festzeit am Sonnenplateau – Oberbozner Kirchtag

Nicht nur am Ritten sagt man, „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“.  Gesagt getan. Zum Beispiel beim beliebten Kirchtag auf dem sonnigen Rittner Hochplateau am 15. August 2016. Zentrum des fröhlichen Treibens ist der Festplatz von Oberbozen.

Nach dem Gottesdienst um 8.30 Uhr und der festlichen Prozession beginnt um 11 Uhr der musikalische Frühschoppen am Festplatz. Die Musikkapelle Oberbozen, die sich für die Organisation des Kirchtags verantwortlich zeichnet, hat ein tolles Rahmenprogramm vorbereitet.
Beim Festumzug am Nachmittag präsentieren die Teilnehmer des Umzuges stolz ihre aufwändig gestalteten Umzugswagen. Neben den Rittner Alphornbläsern, den Goaßlschnöllern und der Volkstanzgruppe sind verschiedene Musikkapellen zu Gast, die ein breites Spektrum an Blasmusik präsentieren.
Traditionelle Spiele sorgen für Abwechslung und auch der Gaumen darf so einiges erwarten. In der Festplatz-eigenen Küche frisch aus lokalen Zutaten zubereitet, überzeugen und überraschen die regionalen Spezialitäten die Geschmacksnerven immer wieder neu, während die Ohren von fachmännisch und vor allem mit viel Leidenschaft gespielter Musik verwöhnt werden.
Mit der Rittner Seilbahn von Bozen aus im Vier-Minuten-Takt rasch und in nur 12 Minuten Fahrzeit mühelos erreichbar ist der Oberbozner Kirchtag alljährlich im August ein festliches Vergnügen für die ganze Familie.
Hotel am Ritten

 

 

Aufregend: Radtag am Stilfser Joch


Viel Leidenschaft gehört dazu. Aber auch Kondition, etwas Mut und eine Menge Spaß braucht es, um einen der höchsten Alpenübergänge so einfach unter die Räder zu nehmen. Kräftezehrend, abenteuerlich und mit fantastischen Ausblicken lockt die serpentinenreiche Straße von Spondinig auf die Passhöhe des Stilfserjoch seit Jahr und Tag Biker auf den Plan, die an ihre Grenzen kommen wollen. Auf einer Länge von knapp 28 Kilometern gilt es 48 Kehren und eine durchschnittliche Steigung von 9-11% zu bewältigen.
Insgesamt 1.868 Höhenmeter warten darauf, auf 2 Rädern bezwungen zu werden. Und während sich die Biker diesen traumhaften Trail das ganze Jahr über mit unzähligen Autos und noch mehr Motorrädern teilen müssen, lädt der Nationalpark Stilfserjoch einmal im Jahr zur exklusiven Nutzung der Pass-Straße für Radfahrer ein. Das nächste Mal ist es am 27. August 2016 soweit. An diesem Samstag wird die Stilfserjoch Pass-Straße für den motorisierten Verkehr gesperrt. Mehr als 12.000 Radfahrer auf Rennrädern, Mountainbikes, Liegerädern und sogar auf Einrädern, Profis ebenso wie Amateure, haben diese Chance im vergangenen Jahr genutzt, Tendenz steigend. Perfekt organisiert mit zahlreichen Versorgungsständen ist der Stilfserjoch Radtag unbestritten eines der Top-Highlights für Biker in der langen Südtiroler Bikesaison und zugleich eine einmalige Gelegenheit, eine der atemberaubendsten Pass-Straßen im Alpenraum hautnah und unmittelbar zu erleben.

 

 

Unvergesslich: Almerlebnisweg Pfossental


Unberührte Naturlandschaften in stillen Bergtälern, idyllisch und beinahe menschenleer – auch das ist Südtirol. Einer dieser Kraftorte, in die man sich gleich beim ersten Besuch verliebt und die einen nie mehr so recht loslassen, ist das hochgelegene Pfossental im Naturpark Texelgruppe. Von Meran aus gelangt man über das Schnalstal (Abzweigung kurz vor Karthaus) rasch mit dem Auto zum Parkplatz am Vorderkaser (1.693 m). Es empfiehlt sich eine Einkehr in den Gasthof Jägerrast (köstliche Süßspeisen!), dem eine Hofkäserei angeschlossen ist. Hier beginnt der Almerlebnisweg, Teil des Meraner Höhenweges, der nicht nur atemberaubende Ausblicke auf das Eisjochl und weitere umliegenden Gipfel, sondern auch faszinierende Einblicke in die Südtiroler Almwirtschaft gewährt. Immer entlang des Pfossentalbaches erreicht man – stets die 3.281 m hohe Hohe Weiße im Blick – in kurzen Abständen mit Mitterkaser, Rableid Alm und Eishof gleich 3 hochgelegene Almen (1.954- 2.076 m). Die Informationstafeln entlang des Weges liefern Wissenswertes zu 18 verschiedenen Themen, darunter die Käserei, die historischen Bewässerungsanlagen, „Waale“ genannt, die Flora und Fauna von Schnals- und Pfossental, sowie das Steinwild und die geologischen Besonderheiten im Naturpark Texelgruppe. Auch die Sagen, die sich um dieses beinahe mystische Tal ranken, werden auf dem Almerlebnisweg thematisiert. Auf knapp 10 Kilometern überwinden Wanderer auf dem Almerlebnisweg 380 Höhenmeter in weniger als 3 Stunden Gehzeit. Wer mit guter Kondition unterwegs ist, hat vom Eishof aus unzählige Möglichkeiten, die Wanderung auszudehnen. Verlängern Sie doch Ihrer Entdeckungsreise durch das Pfossental bis zur Johannesscharte, der Lodner Hütte oder der Stettiner Hütte. Ein bleibendes Erlebnis.
(Bilder: Wikimedia Commans)

 

 

 

 

 

Südtirols Städte – Von West nach Ost


Bereist man Südtirol von West nach Ost, so markiert eine ganz besondere Stadt den Beginn der Reise: Das vollständig von einer intakten Stadtmauer umgebene Glurns ist die kleinste Stadt des Alpenlandes und zählt bis heute nicht einmal 900 Einwohner. Hinter seinen größeren Kollegen braucht sich das Städtchen im Dreiländereck zwischen Italien, Österreich und der Schweiz aber keinesfalls zu verstecken, blickt es doch auf eine lange Geschichte als Verkehrs- und Handelszentrum zurück und hat inzwischen als einzige Stadt im Vinschgau und schließlich auch als Tourismusort einigen Stellenwert erlangt.
Weiter westlich erwartet die um Vieles größere Kur-und Sissistadt Meran ihre Besucher mit den Thermen, den botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff, in dem einst auch Kaiserin Sissi residierte, mit dem Villenviertel Obermais und den zahlreichen Promenaden entlang der Passer, mit Schlössern, Museen und Ansitzen, aber auch mit zahlreichen Geschäften und dem imposanten Kurhaus. Die östlichste der Städte Südtirols aber ist Bruneck im Pustertal. Das Wintersportzentrum am Fuße des Kronplatz ist auch im Sommer jederzeit eine Reise wert. Vor allem Schloss Bruneck, die bischöfliche Burg und die Altstadt halten so manche Überraschung bereit.