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Südtiroler Kastanienbier

Von Völlan über die Mittelgebirgsterrassen hinunter nach Lana und weiter bis nach Barbian und Klausen im südlichen Eisacktal haben die Südtiroler Keschtn, die herrlich aromatischen Esskastanien, eine lange Tradition.
Dabei zeigt sich die köstliche Frucht in vielen schmackhaften Varianten. Von der gerösteten Version beim traditionellen Törggelemenü über die Kastaniensuppe bis hin zur Kastanientorte – die Kastanie überzeugt nicht nur mit einem hohen Gehalt an hochwertigem Eiweiß, Mineralstoffen, Vitamin B, C und E, sondern auch durch ihre Vielseitigkeit in Küche und Keller. Einst als Kastanienbrot das Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerungsschichten macht die Esskastanie heute auch in der gehobenen Küche und sogar flüssig eine überaus gute Figur.
Im Gasslbräu, der Wirthausbrauerei in der Künstlerstadt Klausen, zum Beispiel, wird aus dem heimischen Kastanienmehl das mild-würzige, sehr aromatische Kastanienbier gebraut. Ein besonderer Genuss aus einem ganz besonderen Südtiroler Produkt.

Gasslbräu on Klausen
Gasslbräu on Klausen

 

Südtirols Städte – Von Nord nach Süd


Durchquert man Südtirol von Nord nach Süd wie es schon vor Jahrhunderten die Handelsreisenden auf ihrem Weg in die italienischen Handelsstädte taten, so ist die erste der 8 Südtiroler Städte, die man erreicht, das mittelalterlich-elegante Sterzing. Deutlich spürt der Gast bei seinem Bummel durch die Stadtgasse zum markanten Zwölferturm den Einfluss der Fugger und anderer altadliger Familien. Herrschaftliche Bürgerhäuser – vielfach auf das 15. Jahrhundert zurückgehend – verraten, dass Sterzing nicht nur durch den Handel, sondern auch durch den Silberbergbau zu Wohlstand kam.
Knapp 50 Kilometer weiter im Süden, am Fuße der Plose, liegt die Bischofstadt Brixen. Zeugnis ihrer Bedeutung legen die Hofburg, der Dom und das Priesterseminar ab. Bis heute ist die Stadt mit Kloster Neustift und der Pädagogischen Fakultät der Universität Bozen ein wichtiges Bildungszentrum in Südtirol.
Noch weiter südlich im Eisacktal – weithin erkennbar an seinem Wahrzeichen Kloster Säben, das hoch über der Stadt auf einer Felsnadel thront – liegt Klausen. Die malerische Altstadt zog im Lauf der Jahrhunderte das Interesse von mehr als 250 Künstlern, vor allem Malern, Bildhauern, Kupferstechern, Schnitzern und Literaten auf sich. Dem Lauf des Eisacks folgend erreicht der Reisende von Klausen kommend Bozen, die Landeshauptstadt Südtirols. Vom Weinbaugebiet St. Magdalena über den farbenfrohen Obstmarkt und die Laubengasse mit ihren Geschäften, Bars und Cafés hin zum Waltherplatz, vom Stadttheater über das Forschungsinstitut Eurac zurück zum Archäologiemuseum mit der Ötzi-Ausstellung und weiter zur Talferpromenade, dem beliebten Spazierweg entlang des Flusses, an dessen Ende Schloss Runkelstein, Südtirols Bilderburg, liegt – Bozen vereint Handel und Forschung, italienisches und deutsches Lebensgefühl, Kultur und Genuss gekonnt miteinander.
Die südlichste Stadt Südtirols ist Leifers, 10 Kilometer unterhalb von Bozen im Tal der Etsch gelegen. Das Stadtrecht erhielt Leifers erst 1985 und ist somit die Jüngste der 8 Südtiroler Städte.