Schlagwort-Archive: Etschtal

Die Vinschger Marille


Im Vinschgau, dem westlichsten Teil des Ferienlandes Südtirol, sind Apfel und Wein längst nicht die einzigen fruchtigen Schätze. Hier in den Tallagen des Etschtales und weiter hinauf bis in etwa 1.200 Meter Meereshöhe hat eine besonders schmackhafte und aromatisch duftende Aprikosenart ihre Heimat gefunden: die Vinschger Marille.
Auf einer Fläche von insgesamt knapp 80 Hektar pflegen rund 120 Obstbauern die recht anspruchsvollen Aprikosenbäume, die zur Blütezeit ein ebenso bezauberndes Bild abgeben wie kurz vor der Ernte.
Die sehr empfindlichen Früchte müssen nach der Ernte, die in den Monaten Juli und August erfolgt, rasch verzehrt oder weiterverarbeitet werden, da sie kaum lagerfähig sind. Ebenso wie die Erdbeeren des Martelltales hat es auch die Vinschger Marille bereits bis zur Schokoladenfüllung gebracht. Doch neben den Fruchtschokoladen sind natürlich vor allem die Marillenknödel, der hochprozentige Marillenschnaps, der Marillenstrudel und die Marillenmarmelade gefragt. Als Zentrum des Marillenanbaus im Vinschgau kann gut und gerne die kleine Ortschaft Laas bezeichnet werden, die darüber hinaus auch für den Abbau eines anderen, eines weißen Goldes, dem Marmor, bekannt ist. Schon allein die Farbkombination – intensiv orangenfarbene Marillen vor dem Hintergrund des weiß strahlenden Marmors – lässt erahnen, wie es zu dem heute sehr beliebten Laaser Kulturfest marmor&marille gekommen ist, das alljährlich mitten in der Erntezeit der Vinschger Marille, meist am ersten Wochenende im August, stattfindet.
Hotel im Vinschgau

 

 

Terlaner Spargel


Der Terlaner Spargel mag die langgezogenen Ebenen in Flussnähe, feine, humusreiche Erde und mild-warme Frühlingstage – das Etschtal bietet einer besonders vielseitigen, frühlingsfrischen Gemüsesorte ideale Bedingungen: dem Südtiroler Spargel. Das Hauptanbaugebiet der vitaminreichen weißen Stange, die uns den Frühling veredelt, erstreckt sich von Siebeneich bis nach Vilpian. Hier in der Gemeinde Terlan haben gleich mehrere herausragende Südtiroler Produkte eine Heimat gefunden.
Weshalb sonst sollte die Terlaner Kellerei die am meisten ausgezeichnete Weinkellerei Südtirols gewesen sein. Das trifft sich gut, denn so kann zum tagfrischen Spargel, der nicht nur für seinen guten Geschmack, sondern auch für seine entwässernde und gesundheitsfördernde Wirkung  bekannt ist, gleich noch der passende Wein direkt aus Terlan gereicht werden. Und eben weil der Spargel und der Wein so gut zusammenpassen, ist in Terlan die Kellerei gleich auch für den Spargel verantwortlich. Doch der Terlaner Spargel,  ist nicht irgendein Spargel. Er trägt den klangvollen Namen „Margarete“ und ist dank seiner hohen Qualität, den strengen Richtlinien für Anbau und Ernte und der besonders raschen und schonenden Weiterverarbeitung zu einer registrierten Marke geworden. 15 Spargelbauern verhelfen dem Spargel zu seiner Qualität. Sogar ein Spargeltaxi, das den frisch geernteten Spargel täglich direkt von den einzelnen Spargelfeldern in die Kellerei liefert, gibt es.
Die europäische Schutzmarke „Margarete“ gilt es natürlich auch zu feiern. Deshalb dreht sich alljährlich in den Monaten April und Mai im Südtiroler  Spargeldreieck ein buntes Rahmenprogramm rund um den Terlaner Spargel. Von der Spargelwanderung über das Spargelstechen bis zur Spargelradtour sind während der „Terlaner Spargelzeit“ Abwechslung und Aktivität garantiert. Und der Genuss? Der kommt ganz von allein, bei einem leichten Spargelsüppchen, köstlichem  Spargelrisotto, gegrillten Spargelspitzen oder würzigem Spargelgröstl. Der Kreativität sind in der Spargelküche wahrlich keine Grenzen gesetzt. Ein glücklicher Umstand, den die Terlaner Spargelwirte nur zu gut zu nutzen verstehen. Entdecken Sie den Frühling in Südtirol neu und lassen Sie sich ein auf das Erlebnis „Margarete“.

 

Trauttmansdorffer Thronsessel


Von majestätischer Wirkung sind die beiden schlichten Holzsessel, die am Hochkreuz in Algund eine ganz besondere Aussichtsplattform bilden. Weit schweift der Blick hier an einem der vielen sonnig-klaren Tage über das Etschtal. Die Spezialität allerdings, die den Trauttmansdorffer Thronsesseln ihren Namen gegeben hat, ist der Blick in die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Ein Blick, der dank des geschickt platzierten Fernglases bis ins Detail reicht und der Lust macht auf mehr. Auf einen Besuch der Botanischen Gärten rund um das oberhalb von Meran gelegene Schloss Trauttmansdorff, in dem einst Kaiserin Sissi residierte, und darauf, die Mittelgebirgshänge und Bergwege rund um Algund zu erkunden und die Perspektive zu ändern. Die imposanten Thronsessel sind ein reizvolles Ziel bei einem kleinen Spaziergang oder bei einer gemütlichen Radwanderung entlang der einstigen Römerstraße, der Via Claudia Augusta, die seit der Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus als bedeutende Reiseachse für Händler, Könige und Truppen die Poebene mit der Donau verband. Ein Etappenziel, das Sie nicht verpassen sollten.