Almabtrieb

Südtiroler Almabtrieb

Der Herbst in Südtirol hat spätestens dann begonnen, wenn bunt geschmückte Kuhherden die Almen verlassen: der alljährliche Almabtrieb von der hauseigenen „Walseralm“, gehört für die Familie Rogen vom Naturhotel Rogen in Südtirol mittlerweile fest zum Jahresprogramm des Hotels.  Interessant und erwähnenswert ist der Umstand, dass dieser Almabtrieb der Rogen’s von den Gästen des Hotels begleitet wird.  Es ist sogar so, dass gar einige gerade wegen dieses Almabtriebes ihren Urlaub in diese Zeit buchen.

Monika Rogen
Monika Rogen

Nach dem Aufstieg auf die Alm in Begleitung von Gastgeberin Monika Rogen, wurde zunächst kräftig vom „Brettl“ gegessen. Die meisten Produkte,  für diese geliebte „Holzhacker-Jause“ kommen vom eigenen Bauernhof, den die Familie Rogen unweit des Hotels in Spinges  führt.  Spinges ist ein kleiner beschaulicher Ort, oberhalb von Mühlbach, in der Nähe von Brixen, am Eingang des Pustertales.

 

Franz mit der Goasl
Franz mit der Goasl

Oswald, der Seniorchef des Hauses und Franz, einer der Wanderführer des Naturhotels,  sind Männer vom alten Schlag. Das beweisen sie auch, wenn sie in Überschallgeschwindigkeit von 1235 Kilometer pro Stunde die Schnur strecken, und es im Takt gewaltig knallen lässt. Der alten Tradition des „Goaslschnöllens“, welche zum Almabtrieb einfach dazugehört, liegen die einfachen Gesetze der Physik zugrunde. Es sind die letzten fünf Zentimeter an der Peitsche, welche nach einem harten Dreher, gekonnt links und rechts am Kopf vorbei, wieder in die Gerade gebracht werden müssen. Soweit die Theorie dieser alten Tradition. Nichtgeübte brauchen einige Versuche. Nach den ersten zaghaften Tönen, gelingt es meist sehr schnell, ein ordentliches „Peng“ aus dem vier Meter langen Seil zu holen, sehr zur Freude des tapferen Protagonisten, der durchaus eine geschwollene Lippe riskiert.

Früher wurde mit der „Goasl“ das Vieh angetrieben und gelenkt. Pferde und Ochsen vor dem Wagen oder Pflug erkannten genau, was die einzelnen, verschieden gehaltenen Klangfolgen zu bedeuten hatten. Hirten schützten ihre Herden mit der „Goasl“ vor Wölfen und Bären. Später wurde mit der „Goasl“ auch der Winter und die Kälte vertrieben und der neue Frühling geweckt.
Auf  der Alm der Rogen’s, der „Walseralm“ auf 1.500 m Höhe,   knallt es nicht nur zum Almabtrieb. Auch bei den geführten Gästewanderungen auf die Alm, ist dieser uralte Brauch, eine handfeste Einlage für einen authentischen Natururlaub, der im Naturhotel angeboten wird.
Um den Almabtrieb säumt sich immer ein kleines Volksfest. Für die gesamte Mannschaft gibt es einen erfreulichen Empfang mit kulinarischen Köstlichkeiten: Mus aus der Pfanne und feine Teigwaren, wie die „Minkelen“ und süße Krapfen mit Mohn- und Apfelfüllung. Hierfür hat Seniorchefin Helene wiederum ihre besten Rezepte ausgepackt. Natürlich wird auf die erfolgreich zu Ende gehende Almsaison angestoßen. Gefeiert wird deswegen, weil die Almsaison die Tiere und die Familie gesund durchs Jahr gekommen sind.

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Die Muspfanne
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Zurück vom Sommerurlaub auf der Alm
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Der Namen des Besitzers auf der Kuhglocke
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Franz, einer unserer Wanderbegleiter liebt die Tiere und die Natur über alles – deswegen natürlich auch beim Almabtrieb dabei
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Gastgeberin Monika Rogen
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„Zwischenablage“ für den Almgruß. Franz schenkt ihn stets seiner Frau
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„Die „Minkelen“ ein feines Gebäck aus Großmutters Rezeptesammlung, von Helene zubereitet.
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Krapfen mit den feinsten Füllungen
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alles gut gegangen – „Gerätschaft“ wird eingesammelt.

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