Der Gewürztraminer


Im Weinland Südtirol reift so manch önologische Besonderheit an den zahlreichen Rebstöcken. Eine davon ist der Gewürztraminer, neben dem Vernatsch und dem Lagrein einer der drei autochthonen Weine Südtirols und der einzige ursprüngliche Weißwein des Alpenlandes.
Seinen Namen erhielt der angenehm trockene Wein  von Tramin, einem knapp 3.500 Einwohner zählenden Weindorf an der Südtiroler Weinstraße im Süden Südtirols. Der sehr aromatische, säurearme Wein stellt hohe Ansprüche an den Boden und nimmt derzeit Südtirol weit eine Anbaufläche von insgesamt rund 380 Hektar ein. Im Etschtal bereits im 11. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, wird der hell- bis goldgelbe Wein aus der rötlich-weißen Traube heute weltweit angebaut, wobei sich die größten Rebflächen in Frankreich befinden.
In Südtirol gedeiht der Gewürztraminer vor allem im Eisacktal, im Vinschgau, rund um Meran, im Bozner Umland und im Süden Südtirols. Die Duft- und Geruchsnoten des Weißweines variieren zwischen Nelke, Rose und Litschi und reichen bis hin zu Marzipan.
Damit ist der Gewürztraminer die ideale Ergänzung zu Fischgerichten und Schalentieren, eignet sich hervorragend als Begleiter zur orientalischen Küche und schmeckt auch als Dessertwein.

 

 

Südtiroler Honig


Den Honig mit dem Qualitätszeichen Südtirol erkennt man zunächst an seinem goldfarbenen Etikett. Ist das Glas erst einmal geöffnet, zeigt sich auch gleich, was in dem reinen Naturstoff noch alles steckt, denn Südtiroler Honig zeichnet sich durch seine feine Konsistenz, den sehr geringen Wasseranteil und eine besonders große Sortenvielfalt aus.
Vom fruchtigen Apfelhonig über den herben Honig des Löwenzahns bis hin zu einer typisch alpinen Besonderheit, dem Alpenrosenhonig, reicht die bunt gemischte Palette. Insgesamt 6.000 Bienenvölker sorgen für die rund 90.000 Kilogramm Qualitätshonig, der alljährlich von Südtirols Imkern abgefüllt wird. Ein naturreines Produkt, das ganze ohne Zusatzstoffe auskommt, weil die Artenvielfalt der Südtiroler Pflanzen von ganz allein dafür sorgt, dass der Honig ein intensives Aroma erhält.
Sorgsam achten die Imker Südtirols darauf, dass der Honig erst dann aus den Bienenstöcken gesammelt wird, wenn die Waben fest verschlossen sind. Nur so wird die vollständige Reife des Bienenhonigs garantiert. Nur wenig Zeit vergeht von dem Moment, in dem die Bienen ihre Waben verschließen bis zum ersten Honigbrot. Denn außer dem Schleudern, einer schonenden Reinigung und der Abfüllung wird der Südtiroler Bienenhonig nicht weiter behandelt. Viel Wissenswertes und auch Überraschendes über die Biene, das Bienenvolk, den Beruf des Imkers und den Weg vom Nektar zum fertigen Bienenhonig hält Südtirols einziges Bienenmuseum im Plattnerhof am Wolfsgrubener See auf dem Ritten für alle kleinen und großen Leckermäulchen bereit. Und wer die Welt einmal mit den Augen einer der fleißigen Südtiroler Bienen sehen möchte, der sollte den Plattner Bienenhof in Wolfsgruben auf keinen Fall verpassen. Immerhin ist der Honig nicht nur eine willkommene Köstlichkeit auf dem Frühstückstisch, sondern auch eine gute und vor allem natürliche Alternative zum industriell verarbeiteten Zucker. Und wer kann schon einem frischen, mit goldig-glänzendem Honig bestrichenen Brot oder einer guten Tasse Tee mit Honig widerstehen?

 

 

Terlaner Spargel


Der Terlaner Spargel mag die langgezogenen Ebenen in Flussnähe, feine, humusreiche Erde und mild-warme Frühlingstage – das Etschtal bietet einer besonders vielseitigen, frühlingsfrischen Gemüsesorte ideale Bedingungen: dem Südtiroler Spargel. Das Hauptanbaugebiet der vitaminreichen weißen Stange, die uns den Frühling veredelt, erstreckt sich von Siebeneich bis nach Vilpian. Hier in der Gemeinde Terlan haben gleich mehrere herausragende Südtiroler Produkte eine Heimat gefunden.
Weshalb sonst sollte die Terlaner Kellerei die am meisten ausgezeichnete Weinkellerei Südtirols gewesen sein. Das trifft sich gut, denn so kann zum tagfrischen Spargel, der nicht nur für seinen guten Geschmack, sondern auch für seine entwässernde und gesundheitsfördernde Wirkung  bekannt ist, gleich noch der passende Wein direkt aus Terlan gereicht werden. Und eben weil der Spargel und der Wein so gut zusammenpassen, ist in Terlan die Kellerei gleich auch für den Spargel verantwortlich. Doch der Terlaner Spargel,  ist nicht irgendein Spargel. Er trägt den klangvollen Namen „Margarete“ und ist dank seiner hohen Qualität, den strengen Richtlinien für Anbau und Ernte und der besonders raschen und schonenden Weiterverarbeitung zu einer registrierten Marke geworden. 15 Spargelbauern verhelfen dem Spargel zu seiner Qualität. Sogar ein Spargeltaxi, das den frisch geernteten Spargel täglich direkt von den einzelnen Spargelfeldern in die Kellerei liefert, gibt es.
Die europäische Schutzmarke „Margarete“ gilt es natürlich auch zu feiern. Deshalb dreht sich alljährlich in den Monaten April und Mai im Südtiroler  Spargeldreieck ein buntes Rahmenprogramm rund um den Terlaner Spargel. Von der Spargelwanderung über das Spargelstechen bis zur Spargelradtour sind während der „Terlaner Spargelzeit“ Abwechslung und Aktivität garantiert. Und der Genuss? Der kommt ganz von allein, bei einem leichten Spargelsüppchen, köstlichem  Spargelrisotto, gegrillten Spargelspitzen oder würzigem Spargelgröstl. Der Kreativität sind in der Spargelküche wahrlich keine Grenzen gesetzt. Ein glücklicher Umstand, den die Terlaner Spargelwirte nur zu gut zu nutzen verstehen. Entdecken Sie den Frühling in Südtirol neu und lassen Sie sich ein auf das Erlebnis „Margarete“.

 

Das Touriseum in Meran


Im Meraner Land, oder besser in der Kurstadt Meran selbst, ganz genau dort, wo einst die Kaiserin Sissi residierte, verbirgt sich ganz Südtirol in einem einzigen Museum. Im Touriseum, dem Südtiroler Tourismusmuseum, das im Schloss Trauttmansdorff untergebracht ist, präsentiert sich dem interessierten Besucher nämlich ein wichtiger Teil der Südtiroler Kulturgeschichte.
Gut 200 Jahre ist es her, dass die Berge ihren Schrecken verloren und die ersten Gäste in Südtirol nicht mehr nur Halt machten auf der Reise in den Süden, sondern im Land blieben und so ein neues Kapitel in der Entwicklung des Alpenlandes aufschlugen. Und auch wenn der echte Aufschwung des Fremdenverkehrs in Südtirol noch bis ins Jahr 1890 auf sich warten ließ, so wird doch in den Jahrzehnten zuvor der Grundstein für diese Entwicklung gelegt. Wie alles begann, welche Rolle die Naturphilosophen und die Kaiserin Sissi beim Aufschwung des Fremdenverkehrs spielten, wo die Kehrseite der Medaille liegt, warum in den 60er Jahren Stau auf der Brennerautobahn gern gesehen war und weshalb sich der Fremdenverkehr mit einem System aus ineinandergreifenden Zahnrädern vergleichen lässt, wird im Touriseum in erster Linie anhand von Bildern, Objekten und Videopräsentationen dargestellt. Von trockener Tourismusgeschichte ist das Museum weit entfernt. Das Museum im Schloss Trauttmansdorff weist weit über die Grenzen der eigenen Räumlichkeiten hinaus, schlägt einen Bogen zwischen dem im Norden gelegenen Innsbruck und dem im Süden gelegenen Verona und bezieht vom Reschenpass bis nach Toblach, vom Brenner bis nach Salurn alle Täler Südtirols mit ein.
Ein Besuch des Touriseums ist somit Reise durch die Geschichte und die Neuzeit zugleich, ist Museumsbesuch und Eintauchen in die Realität, die Vielfalt Südtirols ebenso, wie ein buntes und lehrreiches Erlebnis für Groß und Klein. Ein besonderes Südtirol-Erlebnis, nicht nur, wenn die Sonne einmal nicht lacht.

 

 

Spinges und die ladinische Kämpferin Katharina Lanz


Zwischen dem ladinischen Gadertal und der kleinen Gemeinde Spinges auf dem sonnigen Hochplateau zwischen dem Eisacktal und dem Pustertal besteht trotz der doch recht beträchtlichen, räumlichen Entfernung eine enge Verbindung, die weit in die bewegte Geschichte Südtirols zurückreicht.
Entstanden ist diese Verbindung durch eine kämpferische Frau mit dem Namen Caterina Lanz. Ganz spontan soll sich die gebürtige St. Vigilerin, die auf der Suche nach Arbeit in das beschauliche Spinges gekommen war, am 02. April 1797 mitten in das Schlachtgetümmel zwischen den Franzosen und den Tirolern gestürzt haben. Bis heute wird die Gadertalerin in ihrer Heimat und in Spinges oberhalb der Schlucht, durch die die Rienz braust und gischtet, im gleichen Atemzug wie die männlichen Helden des Tiroler Freiheitskampfes genannt.
An der Friedhofsmauer von Spinges, die Schauplatz der Kampfszenen war, erinnert eine Tafel an das Geschehene, ein Glasfenster der Spingser Kirche zeigt Katharina Lanz im Kampf, eine Schule im nahen Mühlbach trägt ihren Namen und im Museum Ladin in St. Martin in Thurn ist ihr und ihrer Geschichte ein Raum gewidmet.

 

 

Trauttmansdorffer Thronsessel


Von majestätischer Wirkung sind die beiden schlichten Holzsessel, die am Hochkreuz in Algund eine ganz besondere Aussichtsplattform bilden. Weit schweift der Blick hier an einem der vielen sonnig-klaren Tage über das Etschtal. Die Spezialität allerdings, die den Trauttmansdorffer Thronsesseln ihren Namen gegeben hat, ist der Blick in die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Ein Blick, der dank des geschickt platzierten Fernglases bis ins Detail reicht und der Lust macht auf mehr. Auf einen Besuch der Botanischen Gärten rund um das oberhalb von Meran gelegene Schloss Trauttmansdorff, in dem einst Kaiserin Sissi residierte, und darauf, die Mittelgebirgshänge und Bergwege rund um Algund zu erkunden und die Perspektive zu ändern. Die imposanten Thronsessel sind ein reizvolles Ziel bei einem kleinen Spaziergang oder bei einer gemütlichen Radwanderung entlang der einstigen Römerstraße, der Via Claudia Augusta, die seit der Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus als bedeutende Reiseachse für Händler, Könige und Truppen die Poebene mit der Donau verband. Ein Etappenziel, das Sie nicht verpassen sollten.

 

Golfclub Passeier Meran


Südtirol
ist bekannt fürs Wandern und Bergsteigen, für den Wein, die Äpfel und den Wintersport. Weit weniger bekannt hingegen ist das Alpenland für seine feine Auswahl an bestens ausgestatteten und landschaftlich reizvollen Golfplätze. Einer von ihnen, auf dem sich Golfer zudem über eine besonders lange Spielsaison freuen dürfen, ist der Golfplatz Passeier.Meran in St. Leonhard in Passeier. Schon im Februar beginnt die Saison auf dem in 500 Metern Meereshöhe terrassenförmig angelegten 18-Loch Golfplatz und sie dauert bis weit hinein in den Dezember.
Geplant vom Golfarchitekten Wilfried Moroder zeigt sich Südtirol auf diesem Golfplatz einmal mehr von seiner schönsten Seite: Knapp 5,8 Kilometer lang ist die Par 71 Anlage mit zahlreichen Hindernissen wie Bunkern und Seerosenteichen optimal in die naturbelassenen Landschaft des urtümlichen Passeiertals eingebettet. Ob beim Abschlagstraining in der zweistöckigen Drivingrange mit 20 Plätzen, bei der persönlichen Golfstunde mit Golfprofessional Daniel Erlebach, beim Austüfteln strategisch geschickter Spielzüge zwischen den einzelnen Hindernissen oder bei erholsamen Momenten auf der sonnigen Terasse des Clubhauses – der Golfplatz Passeier.Meran überzeugt Anfänger und Fortgeschritten gleichermaßen.

 

 

Mit der Seilbahn nach Pawigl


Abseits der großen Wandergebiete finden sich in Südtirol allerorts zauberhafte Geheimtipps für Wanderer und Naturliebhaber. Einer dieser Tipps ist mit Sicherheit das urige kleine Bergdorf Pawigl. Nicht weit von Lana auf dem Weg ins Ultental zweigt eine romantische, serpentinenreiche Bergstraße in die sonnige Bergfraktion ab. Noch reizvoller allerdings ist die Anreise mit der Seilbahn, deren Talstation einige hundert Meter vor der Abzweigung der Straße zu finden ist.
Mit einem Kurbeltelefon ruft man den Fahrer der Bahn in der Bergstation an, steigt in die 4 Personen fassende Kabine und schon startet die Fahrt zu den Pawigler Berghöfen. Die von einer Privatinitiative geführte, liebevoll gepflegte Seilbahn gleitet langsam und gemütlich über atemberaubend tiefe Schluchten hinauf in luftige 1.110 Meter über Normalnull. Schon dieser Schwebeflug allein ist eine Reise wert, weitet sich doch mit jedem Höhenmeter der Horizont.
Das Panorama erstreckt sich über Lana im Talkessel links unten hinauf bis zu den Dolomitengipfeln Lang- und Plattkofel über den Rosengarten und den Latemar bis hinüber zu Weißhorn und Schwarzhorn. Von der urigen Bergstation, wo der Fahrtpreis von nur 2,50 € pro Fahrt und Person beim Seilbahnwart entrichtet wird, führen zahlreiche Wanderwege berg- und talwärts. Zum Beispiel über den waldreichen Höhenweg vorbei am Buschenschank Leachnhof hinunter nach St. Pankraz in Ulten oder in etwa eineinhalb Stunden vorbei an der Schwarzen Lacke hinauf zum Gipfel des Vigiljoch, zur 1.790 Meter hoch gelegenen St. Vigilus Kapelle oder hinüber zur Bergstation der Seilbahn am Vigiljoch. Wer stille Wanderwege, eine ursprüngliche von Bauernhand gepflegte Naturlandschaft und urige Einkehrmöglichkeiten sucht, der wird hier um Pawigl herum mehr als fündig.